Brand und Autounfall - genau wie im Ernstfall
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Sonnabend, 21.8.2010, 10.20 Uhr. Die Freiwillige Feuerwehr Fischbek wurde zu einem Übungseinsatz in die ehemalige Röttiger-Kaserne gerufen. Einsatzstichwort: “FEUER – Verdächtiger Rauch aus einem Verwaltungsgebäude.“
Zwei Löschfahrzeuge rasten mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort. Dort berichtete ein Zeuge: „Irgendwo im Gebäude brennt es, und Personen sind auch noch dort!“
Der Wehrführer der FF Fischbek stellte starke Rauchentwicklung innerhalb des Gebäudes fest und leitete sofort alle notwendigen Maßnahmen zur Menschenrettung ein. Schnell wurde klar, dass weitere Einsatzkräfte benötigt werden würden. Die Feuerwehren Emmendorf und Tätendorf-Eppensen aus dem Landkreis Uelzen wurden alarmiert. Sie warteten bereits innerhalb des Kasernengeländes auf ihren Einsatz.
Mit Blaulicht und Martinshorn trafen nach kurzer Anfahrt nun drei weitere Löschfahrzeuge am Einsatzort ein. Nach kurzer gemeinsamer Lagebesprechung durch die Einsatzleiter wurde eine umfangreiche Personensuche im Gebäude eingeleitet. Mehrer Trupps kämpften sich mit schwerem Atemschutz durch das verqualmte Treppenhaus in das Gebäude vor.
Schon wenige Minuten nach der Alarmierung konnten bereits die ersten Personen mittels Fluchtfilter gerettet werden. Die schwierige und aufwändige Suche nach den Vermissten erstreckte sich vom Keller bis zum Dach des vierstöckigen Gebäudes. Schließlich konnten fünf Personen gerettet und durch die Einsatzkräfte betreut werden. Danach gab die Übungsleitung den abschließenden Befehl für alle Feuerwehren: „Alle Personen gerettet, Feuer aus, Übungsende und Rückbau“.
Während die Einsatzkräfte alle Einsatzmittel wieder auf ihren Fahrzeugen verstauten, bereitete die Übungsleitung bereits den nächsten Einsatz vor: ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Bagger. Im PKW befanden sich fünf eingeklemmte Personen, der Baggerführer stand unter Schock.
Bei Sonnenschein und kühlen Getränken ruhten sich die Feuerwehrmänner und –frauen vom ersten harten Einsatz aus. Allerdings nur kurz, denn die FF Tätendorf-Eppensen wurde bereits zum nächsten Übungsort alarmiert: „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen und auslaufendem Benzin“ lautete der Funkspruch von der Übungsleitung.
Kaum an der Einsatzstelle angekommen leitete der Ortsbrandmeister der FF Tätendorf-Eppensen erste Rettungsmaßnahmen ein. Kurze Zeit später kam die FF Emmendorf hinzu und leistete Unterstützung bei der Betreuung der Verletzten und den Vorbereitungen für den Einsatz mit hydraulischem Rettungsgerät. Die FF Fischbek begann sofort mit Schere und Spreizer das Fahrzeug zu öffnen. Nach gut einer Stunde waren alle Insassen aus dem Fahrzeug befreit und durch Einsatzkräfte versorgt.
Gegen 13.30 Uhr war auch diese Übung beendet und wurde anschließend im Gerätehaus der FF Fischbek bei warmem Essen und kühlen Getränken nachbesprochen.
Reinhard Mojen, Wehrführer der FF Fischbek, dankte allen Übungsbeteiligten, Opferdarstellern und Mitwirkenden und lobte die gute Vorbereitung durch Florian Strube und Jan Christoph Stüve. Die Ortsbrandmeister der FF Emmendorf, Andreas Könnecke, und FF Tätendorf-Eppensen, Bernhard Krug, bedankten sich ihrerseits bei der FF Fischbek für die Teilnahmemöglichkeit: „Die Übungen waren so realistisch, dass wir gelegentlich vergessen haben, dass es nur eine Übung ist“.
Insgesamt waren drei Freiwillige Feuerwehren, fünf Löschfahrzeuge mit 42 Feuerwehrmännern und –frauen, sechs Übungsopfer und elf Mitwirkende beteiligt.
Für 2011 wurde eine erneute gemeinsame Übung vereinbart, die dann allerdings in Emmendorf stattfinden soll.